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Die Konfirmation hat keinen biblischen Ursprung
Erst im 16. Jahrhundert wurde sie von den protestantischen Reformatoren eingeführt mit dem Ziel, den Katechismus zu lehren. Es war wie ein nachgeholter Taufunter-
richt. Bibelverse, Kirchliche Lieder, die zehn Gebote und der Kleine Katechismus Luthers wurden auswendig gelernt.
Viele von uns werden sich noch an die eigene Konfirmanden(Konfi)-Zeit erinnern – wie streng es in manchen Unterrichtsstunden zuging. Vor meiner Konfirmation musste ich zwei Prüfungen bestehen. Eine davon war mündlich. Ich stand mit meinen Mitkonfirmand:innen im Altarraum und musste vor der ganzen Gemeinde die Fragen des Pastors beantworten. Es war eine ernste Sache.
Am Tag der Konfirmation durfte ich mit weißem Kleid und mit einem Myrtenkranz das erste Mal im Leben das Abendmahl einnehmen (übrigens: alle Mädchen hatten das gleiche Kleid an).
Die Bedeutung der Konfirmation hat sich heutzutage ein Stück weit geändert. Heute ist die Konfirmation ein Angebot der Kirche, junge Menschen in ihrem Glauben zu stärken und bei der Suche nach einem gelingenden Lebensweg zu unterstützen. „Stärkung“ oder „Bekräftigung“ ist auch die deutsche Bedeutung des lateinischen Wortes „confirmatio“.
Wichtig ist auch der soziale Aspekt, wie man in der Gruppe miteinander umgeht und einander respektiert. Es freut mich, wenn zwischen den Jugendlichen beim „Konfer“ Freundschaften entstehen.
Deshalb sind auch Aktivitäten wie Ausflüge oder die Freizeit wichtige Punkte. Es ist auch wichtig, dass die Jugendlichen die Arbeit in der Gemeinde und die Gemeinschaft kennenlernen. So treten sie in Kontakt mit allen Altersgruppen, z.B. beim Besuch im Seniorenheim, durch das Engagement bei Festen, Gottesdiensten oder beim Krippenspiel.
Zugleich wird die Konfirmation heute als großes Familienfest gefeiert. Die Konfis stehen im Mittelpunkt und alle merken:Die Kindheit ist vorbei.
Ab jetzt können die Konfis ein Patenamt übernehmen und den Kirchenvorstand wählen. Einige Jugendliche bleiben weiterhin mit der Kirche verbunden und engagieren sich als Teamerinnen und Teamer in der Konfi- und Jugendarbeit.
Alexandra, Chantal, Lotta und Luise haben in diesem Jahr den Unterricht mit gestaltet. Vielen Dank für Euer Engagement, Eure Ideen und Eure Zeit! Ihr seid ein Gewinn für die Konfi-Arbeit!Unsere Chance als Kirche ist, den Jugendlichen ein Angebot zu machen und sie ein Stück weit auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten. Und darauf wollen wir uns immer wieder einlassen.
Martyna Pieczka
Hallo, mein Name ist Zoey…
…und ich möchte Euch auf meine Reise als Konfirmandin mitnehmen.
Ich weiß noch, wie aufgeregt wir alle waren, als wir unser erstes Treffen hatten. Viele alte Gesichter, doch auch viele neue Gesichter kamen. Doch schnell wurden wir zu einer Gemeinschaft.
Ihr müsst wissen, dass wir vor der Konfirmation regelmäßig den Konfirmandenunterricht besuchen. Ebenso eine bestimmte Anzahl an Gottesdiensten.
Im Konfirmandenunterricht wird uns einiges über die Bibel beigebracht. Einmal wie man diese liest und versteht, denn vieles klingt oft sehr erwachsen und kompliziert für uns. Doch wenn es uns unsere Pastorin Martyna Pieczka und unsere vier Teamerinnen in einfacherer Sprache erklären, klingt alles sehr einfach.
Einige Bestandteile unseres Unterrichts sind das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und dieses sogar in Gebärdensprache. Ebenso dürfen wir mit unseren Teamerinnen Gottesdienste mitgestalten, uns bei anstehenden Festen mit einbrin-
gen und vieles mehr. Es macht sehr viel Spaß.
Doch was auch toll ist, das sind unsere Konfi-Freizeiten. Da wächst man noch etwas enger zusammen durch gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. mit der Gestaltung eines gemeinsamen Lagerfeuers. Da rutscht man einfach zusammen und es entstehen neue Freundschaften oder werden sogar gestärkt.
Oft werde ich gefragt: Warum machst du das überhaupt? Anfänglich sagte ich immer, weil es dazu gehört. Wie das Zähneputzen.
Jetzt nach Monaten möchte ich behaupten, dass ich etwas nachdenklicher geworden bin und ich vieles besser verstehe oder auch anders betrachte. Es passiert gerade so viel auf dieser Erde. Dazu habe ich ein Zitat gefunden, leider weiß ich nicht, von wem das kommt. Ich finde es sehr schön und regt zum Nachdenken an: „Denn erst wenn wir begreifen, dass es kein weiterer Tag ist, sondern ein Tag weniger, werden wir beginnen, die wirklich wichtigen Dinge zu schätzen.“
Am 10.05.2026 feiern wir unsere Konfirmation. Damit gelten wir als vollwertige Mitglieder der Kirchengemeinde. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir uns Euch/Ihnen vorstellen und unser Erlerntes zeigen dürfen.
Vielleicht mögt Ihr/mögen Sie uns an diesem Tag begleiten, denn gemeinsam Reisen macht doch einfach viel mehr Spaß.
Herzlichst Eure Zoey

Konfirmand*innen der Kirchenregion West.
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